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Langhans nachdenklich: Muss er in den Knast

Live: Muss der Langhans in den Knast?

Der sogenannte Heimkinderskandal in Rheinland Pfalz beschäftigt meine Leser, Freunde und Mandanten schon länger. Seit August 2017 hat die Staatsanwaltschaft Landau ja alle Ermittlungsverfahren eingestellt, selbst diejenigen, bei denen noch gar nicht alle Zeugen vernommen wurden. Muss jetzt der Langhans in den Knast?

Heimkinderskandal in Silz

Bereits im Juni/Juli 2016 versuchte der Heimträger, mir als rechtlichem Vertreter von vielen betroffenen Kindern und Familien, einen Maulkorb aufzuerlegen – den ich natürlich negierte.

Unterlassungsverfügung gegen Langhans

Rechtlich ist es seit dieser Unterlassungsverfügung so, dass ich bestimmte Dinge nicht mehr behaupten darf, zB dass bestimmte Straftaten in jenem Kinderheim stattgefunden haben – obwohl ich eidesstattliche Versicherungen habe, die etwas anderes aussagen, und obwohl sich ein Täter auch an mich und die Medien gewandt hat. Das ist auch der Kern, weshalb ich gegen diese Unterlassungsverfügung verstoßen habe: Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen. Ich möchte „meinen“ Opfern, aber auch anderen Opfern von anderen Taten, Mut zusprechen, dass dieser Staat uns nicht einschüchtern kann. Deshalb sitze ich gerne die Zeit ab, die mir das Landgericht Landau auferlegt hat: 7 Tage dafür, dass ich die Pressekonferenz abhielt, in der sich ein Täter outete, vier Tage dafür, dass ich die Petition, die explicit Aufklärung (!) forderte, erst nicht löschte.

Muss also der Langhans in den Knast?

Einige „meiner“ Opfer sagten mir, ich solle es sein lassen und nichts mehr riskieren. Ich sage nein. Ich weiss, Ihr habt schwere Zeiten hinter Euch. Ich weiss, dass Euch niemand glaubt, man Euch als Schlampen und leichte Mädels hinstellt. Aber ich, ich habe in Eure Augen und Eure Herzen gesehen und deshalb glaube ich Euch. Niemand muss vor der Wahrheit Angst haben. Diese kommt sowieso ans Tageslicht…

Andere sagten mir ich sollte Gnadengesuche usw stellen. Warum denn das? Ich brauche keine Gnade!

Dann muss der Langhans in den Knast, das ist dann eben so…

Was ich bis heute nicht verstehen kann ist wie Gerichte eine eidesstattliche Versicherung akzeptieren als Beweismittel von einer Person, die offenkundig niemals beschuldigt war DIESE Straftaten ausgeführt zu haben. Jedermann kann nur versichern, was er selbst erlebt oder selbst getan oder gesehen hat. Aber in bestimmten Fällen gelten eben andere Regeln 🙂

Für die, die meinen mir Ratschläge geben zu müssen, dass dies alles ein Fehler sei: Es geht nicht um Euch. Es geht um Kinder und junge Erwachsene, es geht um unbändiges Leid und unerträgliche Bürden. Habt Mut, Ihr alle. Wenn es um Eure Kinder ginge, wüsstet Ihr warum ich tue was ich tue. So ist er eben, der Langhans. Auch wenn er dazu in den Knast geht.

StA vs. Wahrheit 0:2 – Heimkinder Justizskandal RLP

Das Video zur Pressekonferenz findet Ihr hier https://www.youtube.com/watch?v=FhIzZZfE6A0
Den Artikel findet Ihr in der Rheinpfalz www.rheinpfalz.de vom 03.11.2017

Lügen haben kurze Beine – und wer eine Ladung behauptet kann das sicher beweisen, oder Frau Möhlig? Janis S. sagt was anderes – und Janis hat mich noch nie belogen. Er war sogar am 28.9. in Neustadt Weinstrasse um die Wahrheit zu sagen… er durfte nur nicht!

StA vs. Wahrheit 0:1 Heimkinder Justizskandal RLP

Das Video zur Pressekonferenz findet Ihr hier

Den Artikel findet Ihr in der Rheinpfalz www.rheinpfalz.de vom 03.11.2017

Wenn eine Staatsanwältin sagt, es wäre spekulativ dass eine Person vielleicht beeinflusst wurde, wäre es dann nicht Aufgabe der StA dies aufzuklären? Und was wenn der Zeuge sagt er hat Infos bekommen?? Ist das dann auch Spekulativ dass er informiert wurde?

Wahrheiten

Bald. Live. Online.

Kindesmisshandlungen in Kinderheimen? Eine Spurensuche in Rheinland Pfalz

„Ich habe gesagt Herr Pater, mir tut das so weh, das ist doch nicht richtig. Aber dann fiel mir ein dass es doch richtig gewesen sein muss, weil es war ja das Bild von Papst Johannes Paul II. dort.“

Mit diesen eindringlichen Worten beginnt der Trailer zum Film „Die Kinder lassen Grüßen“ von Patricia Machart. Neun Opfer schildern hier, wie sie von Mitgliedern der katholischen Kirche in Österreich missbraucht wurden und wie der harte Kampf ums Recht sich hinauszögerte. „Viele interessiert unsere Geschichte gar nicht“, wird Georg Prader zitiert. Gilt dies auch für Deutschland? Spätestens seit den Skandalen um den ehemaligen Augsburger Bischof Walter Mixa und um die Regensburger Domspatzen ist die Problematik öffentlich bekannt. Doch es handelt sich nur um Altfälle, um Relikte aus einer längst vergangenen Zeit. Misshandlungen finden heute in Heimen und Internaten und Pfarrhäusern nicht mehr statt. Würde sich jemand nicht an das Strafrecht halten, die Staatsanwaltschaften würden unnachgiebig ermitteln. Wirklich? Wir begeben uns auf Spurensuche an die südliche Weinstraße.

Rückblende: Im Jahr 2014 läuft ein Junge aus einem katholischen Heim davon, darf zur Mutter, soll wieder ins Heim und flüchtet. Die dortige Öffentlichkeit ist elektrisiert von diesem Fall. Der Fall stößt auf mediales Interesse, berichtet das Kind doch davon wegen Schlägen davongelaufen zu sein und deshalb Suizidabsichten zu haben. Ein Brief des Jungen geht bei der Presse ein, ein anonymer Anruf bei der Presse. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen diverser Delikte werden eingestellt, Aussagen des Jungen werden durch Aussagen der Heimmitarbeiter widerlegt. Laut Jungen vor allen im Heim geäußerten intime Details und Probleme sollen nur unter vier Augen gesprochen worden sein. Verurteilt wird letztlich nur der Rentner, der dem Jungen Unterkunft gewährte, als dieser bei ihm unverhofft auftauchte.

Das Heim fühlt sich von der Mutter des Jungen zu unrecht an den Pranger gestellt. Es melden sich immer mehr angeblich Geschädigte und berichten von verschiedenen Straftaten gegen deren Unversehrtheit.

Die Staatsanwaltschaft Landau hat die Ermittlungen, die sie aufgrund der Strafanzeige eines ehemaligen Rechtsanwalts vom 06.04.2016 eingeleitet hat, abgeschlossen und die Verfahren eingestellt.

Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Landau in der Pfalz. Es hat also alles seine Richtigkeit in der Pfalz, die Spuren verlaufen im Sande, Fussabdrücke im Leben der Menschen verblassen. Alles ist gut.

Alles? Oder hat die Staatsanwaltschaft Landau gelogen? Auf Nachfrage der Rheinpfalz musste eingeräumt werden, dass ein junger Mann, der sich öffentlich dort als Vergewaltiger geoutet hatte, nach über 13 Monaten immer noch nicht von der Polizei vernommen worden ist. Verlaufen die Spuren wirklich im Sand?

(…)

Den gesamten Artikel findet Ihr auf DieBlaueHand.info