Interview Horst Weiberg

(C) Bild RT Deutsch

 

Über die Geschichte von Horst Weiberg habe ich ja bereits an anderer Stelle geschrieben. Vielerorts wurde bereits seine herausragende Geschichte medial hinterfragt, unter anderem von RT Deutsch oder sehr umfangreich auch auf Anstageslicht.

Wenig beachtet hingegen wurde bisher seine Emotionale Situation angesichts dieses langen und entbehrungsreichen Kampfes. Ich durfte Horst einige Fragen hierzu stellen, die er mir schriftlich beantwortet hat:

Activinews: Anstageslicht.de beschreibt ja Deine familienrechtliche Geschichte. Wie lange hast Du jetzt keinen Kontakt mehr zu Deinem Kind?
Horst: Etwa 5 Jahre 
Activinews: Welche Gefühle steigen in Dir hoch wenn Du an diese ganze Geschichte denkst?
Horst: Meine Gefühle schwanken von riesigem Mitleid und Bedauern für meine Tochter und blankem Entsetzen, bei dem Anblick was in diesem Staat passiert.
Activinews: Wurdest Du fair behandelt?
Horst: Ich fühlte mich zutiefst unfair, entwürdigend, diskreditierend und beleidigend behandelt.
Activinews: Wofür kämpfst Du noch? Die Wahrheit, dass sich etwas ändert, dass Dein Kind irgendwann eine Chance hat Dich neu kennenzulernen, Gerechtigkeit? Wofür?
Horst: Irgendwann wird meine Tochter erfahren, dass ich alles für Sie tat was möglich war. Das ist den Kampf wert.
 
Activinews: Welche Hoffnungen verbindest Du mit Presseberichterstattung?
Horst: Ohne die mediale Aufmerksamkeit wäre meine Tochter möglicherweise nicht mehr am Leben. 
Activinews: Denkst Du, dass Dein Engagement zu einer Verhaltensänderung bei Behörden geführt hat?
Horst: Ja, man wird es von seiten der Behörde nicht zugeben, aber ich bin sicher, das man darauf achtete, dass meine Tochter überlebt und es zu keiner offenkundigen Katasstrophe kommt.
Activinews: Würdest Du heute noch alles genau so machen wie damals?
Horst: Es kommt hinzu, das die Behörde versuchte mich als Person als unglaubwürdig darzustellen.
Durch die Artikel in der FAZ, der Süddeutschen und anderen Medien wurde meine Position und Glaubwürdigkeit massiv gestärkt. 
Activinews: Kommst Du emotional mit diesem Unrecht zurecht? Glaubst Du noch an diesen Rechtsstaat oder Gerechtigkeit?
Horst: Ich glaube an eine übergeordnete Gerechtigkeit, daher komme ich auch mit dem Unrecht zurecht, ich glaube in Teilen an den Rechtsstaat. Ich persönlich habe den Rechtsstaat beim OLG Köln und der Spezialkammer des Landgerichtes Köln gefunden.
Es gab aber auch unfassbare Erlebnisse mit der Justiz.
Activinews: Wenn Du an Deine Tochter denkst: Was empfindest Du dann?
Horst: Tiefe Traurigkeit und eine starke Liebe.
Activinews: Horst, wir bedanken uns für das Gespräch und die sehr spannenden tiefen Einblicke in Deine Gefühlslage.

 

Wenn auch Du Deine Geschichte auf Activinews veröffentlichen möchtest oder mit uns ein Interview führen möchtest, schreib uns an redaktion@activinews.com.

 

 

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