Horst Weiberg: Wie Rechtstheorie und Praxis auseinanderklaffen können

Eben erhalte ich von Horst die Zusammenfassung seines „Prozesslebens“ in einem Artikel gesendet, den Ihr unbedingt lesen müsst.

(klick aufs Bild)

AnsTageslicht.de hat sehr umfangreich die Geschichte recherchiert und zusammengefasst. Unbedingt lesenswert.

Für mich ist das kleine Faktum dieses großen Falles eigentlich die rechtliche Eindeutigkeit: Wird ein Elternteil erziehungsunfähig, dann ist der andere Elternteil sorgeberechtigt und verpflichtet. Unter dem Aspekt des Art. 6 GG kann es niemals sein, dass eine Erziehungsunfähige Person protegiert wird. Versteht mich richtig: Auch kranke und behinderte Elternteile haben ein Recht auf ihr Kind. Aber das haben auch Väter, und Horst hat dies ja vorzüglich zu lösen versucht. Ist Art. 6 GG noch etwas wert bei so viel Einseitigkeit? Ich bewerte heute hier nicht den gesamten Artikel, sondern nur diesen kleinen Fakt der Einschränkungen nach Krankheit.

Damit sollte ein solcher Fall gelöst sein. Doch ich stelle immer wieder fest,wie häufig Väter dann plötzlich nichts mehr zählen. Ich werde daher auch bald einen Vater begleiten, der den Weg zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen muss in einer vergleichbaren Situation wie Horst: Mutter schwer krank, Vater unproblematisch. Dann sind eben die Wertungen des Gesetzes und des GG einfach umzusetzen – niemand kann etwas dafür, dass diese Krankheiten/gesundheiltichen Probleme da sind. Das müssen auch Jugendämter und Gerichte lernen. Und Väter endlich gleichberechtigt wahrnehmen.

 

Mehr über Horst findet Ihr bei RT Deutsch, der Faz, Generalanzeiger Bonn, ZDF und Sueddeutsche.

Wird dieses Unrecht je gesühnt werden? Haben zumindest andere Kinder die Chance, solche Fehlwertungen nicht erleben zu müssen? Bisher muss man sagen: Nein. Es hat sich trotz der medialen Informationspolitik nichts geändert.

 

Edit 27.07.2017: Ein Interview mit Horst findet Ihr hier

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