Damit Kinder nach Hause kommen, kämpfen wir!

Gestern hatte ich also das Vergnügen, bei einer „Welcome Home“ Party anwesend zu sein. Ein zwölfjähriges Mädchen kam das zweite Mal zurück nach Hause, zweimal hatten wir uns in einem langen schweren Kampf gegen das Jugendamt durchgesetzt, ein langer schwerer Kampf, der exemplarisch viele typische Probleme des Familienrechts beinhaltet hatte (siehe dazu auch meine Serie Häufige Fehler im Kampf ums KInd).

Es ist so schön, anwesend zu sein, wenn Kind nach Hause kommen. Und es ist gleichzeitig betrübend, wenn man die Langzeitauswirkungen solcher Trennungen mitsieht. Spannend finde ich immer die jugendamtliche Argumentation, dass man eine Rückführung nicht überstürzen solle – eine Inohutnahme zu überstürzen hat aber niemand ein Problem.

Bei diesem Beitrag geht es nicht darum, mich als tollen Anwalt zu loben. Es geht darum uns allen den Mut zu geben, den wir zum Durchhalten brauchen. Wir brauchen diese positiven Tage, dieses KInderlachen wenn diese nach Hause kommen, die Freude und Anspannung, um auch in Zukunft das Richtige zu tun. Denn kein Kind sollte aufgegeben werden, solange es nicht zuhause ist. Wir wissen, dass wir nicht alle Kinder nach Hause holen werden können. Aber wir werden es für viele tun. Viele.

2 Kommentare
    • Michael Langhans
      Michael Langhans says:

      Wird man sehen. Nachsorge ist genauso wichtig wie vorsorge. Aber der Fall hier zeigt eh was man falsch und was man richtig machen kann 😉 Irgendwann werden wir den sicher präsentieren. Ist sehr lehrreich.

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