Willkür im Gerichtssaal: Kopftuchverbot bei eigener Scheidung?

Oder soll ich sagen ein Machtproblem? Dem Richter hier geht es doch nur darum der Boss zu sein, denn einen Nachteil für die Verhandlung sehe ich bei einem bloßen Kopftuch nicht… Der Kommentar in LTO geht sogar soweit, von möglicher Rechtsbeugung zu sprechen. Natürlich teile ich diese Einschätzung, denn hier geht es um Diskriminierung, Sexismus, Religionsfreiheit und Arroganz/Willkür eines Richters. Denn das Bundesverfassungsgericht hat bezüglich eines Besuchers bereits klargestellt:
Des Schutzes aus Art. 4 GG geht der Einzelne nicht deshalb verlustig, weil er sich als Zuhörer in einem Gerichtssaal befindet. Verträgt sich das der Religionsausübung dienende Verhalten mit einem störungsfreien Ablauf der Sitzung, ist es vom Gericht mit Blick auf Art. 4 GG hinzunehmen […]. Für den konkreten Fall des Tragens von Kopfbedeckungen im Gerichtssaal gilt daher, dass eine Ungebühr und damit eine Störung der Sitzung nicht vorliegt, wenn das Aufbehalten eines Hutes oder Kopftuchs lediglich aus religiösen Gründen erfolgt und auszuschließen ist, dass mit ihm zugleich Missachtung gegenüber der Richterbank oder anderen Anwesenden ausgedrückt werden soll […] und solange der Zuhörer als Person identifizierbar bleibt.
 
Also wieder ein Richter, der Recht und Gesetz nicht kennt – im Familienrecht soll sowas ja öfters vorkommen 😉
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