Widerstand 31. Mai – Solidarität ist kein Verbrechen – Prozessbeobachtung

Widerstand 31. Mai – Prozessbeobachtung

Bericht über Widerstand 31. Mai – Solidarität ist kein Verbrechen – Prozessbeobachtung

 

Zu Gast Martin Heidingsfelder, Plagiatsjäger und Prozessbeobachter, zum Prozess betreffend des 31. Mai 2017 (angebliche Gefangenenbefreiung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte)

Die Vorwürfe sind, wie sich aus den Nürnberger Nachrichten ergeben, folgende:

„Am Mittwochnachmittag begann vor dem Nürnberger Amtsgericht ein Prozess gegen einen 32-Jährigen. Er soll bei der Demonstration gegen die Abschiebung des afghanischen Berufsschülers Asef N. am 31. Mai 2017 am Berliner Platz ein Fahrrad „ruckartig und gezielt“ zwischen Polizisten und N. geschoben haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Gostenhof einen tätlichen Angriff auf die Polizisten, versuchte Gefangenenbefreiung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor.“

 

Quelle

 

Justizsymposium

Kontakt zum Nürnberger Justizsymposium heidingsfelder@vroniplag.de

Widerstand 31. Mai – Prozessbeobachtung

Die Facebookgruppe Widerstand 31. Mai https://www.facebook.com/NuernbergIstUeberall/?ref=br_rs

Prozessbericht zweiter Verhandlungstag https://www.facebook.com/NuernbergIstUeberall/posts/315524875644381

Bericht Nürnberger Nachrichten erster Verhandlungstag
http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/fall-asef-n-prozess-gegen-demonstranten-hat-begonnen-1.7433895?searched=trueo

 

Langhans und Franz telefonieren über Flucht in die Schweiz

Flucht in die Schweiz eine Lösung? Ein Gespräch mit Frau Franz

Der Fall hat dieser Tage Schlagzeilen gemacht: Eine Mutter ist, um den Behörden und einem Kaufbeurer Amtsgerichtsbeschluss zu entkommen, in die Schweiz geflüchtet. Dort hat sie mit einem eingetragenen „rechtlichen“ Vater Asyl beantragt. Ist die Flucht in die Schweiz eine Lösung?

Die schweizer KESB hat das Kind unmittelbar nach Geburt – ohne Kontakt zur Mutter zu gewähren – in Obhut genommen. Auch der „Vater“ konnte sein Kind nicht sehen. Inzwischen soll das Kind „entführt“ worden sein.

Flucht in die Schweiz eine Lösung?

Dass Eltern Lösungen suchen, um Problemen mit den Jugendämtern zu entgehen, ist nachvollziehbar. Leider verkennen viele die Tragweite solcher Handlungen wie Flucht, insbesondere dass beim Misslingen eines solchen Husarenrittes weitere Lösungsfindungen erheblich erschwert werden. Über dieses uns weitere Probleme unterhalte ich mich mit Stephanie Franz:

Dass die Schweizer KESB sogar Schweizer Staatsbürger an das Deutsche Jugendamt ausliefert, sollte seit langem bekannt sein. Welch geringerer Schutz dürfte dann Deutschen Staatsbürgern zufallen?
Auch Beamtendumm hat hierüber ausführlich berichtet. Warum teile dieser Berichterstattung kontraproduktiv sein könnten, erörtern wir ebenso wie die Auswirkungen solcher „Fluchten“. Auch der Verein Lichtblick e.V. ist involviert.

Auf eine Spendenaktion von Beamtendumm möchte ich gleichwohl hinweisen, auch wenn ich diese kritisch sehe.

Flucht in die Schweiz ist keine Lösung!

Flucht in die Schweiz ist also keine Lösung. Die Probleme werden kaum kleiner, die Schweizer Kesb ist ebenso „aktiv“ bei Entziehungen wie das Deutsche Jugendamt, die Schweiz ist teuer und ein doch eher fremder Rechtsraum mit all seinen Kantonsregelungen. Ohne Moos nix los – dieser Fakt betrifft die Schweiz umso mehr, unabhängig davon dass sich die Schweiz auch zunehmend gegen Zuzug aus Deutschland abzuschotten versucht.

Lösungsansätze in Deutschland: Hilfsangebote annehmen!

Es gibt aber auch ausreichend Lösungsansätze in Deutschland, falls man wirklich Probleme hat in der Erziehung. Auch hierauf gehen wir in diesem Gespräch kurz ein: Solche Lösungsansätze sind im Interesse des Kindes durchaus den Lösungen vorzuziehen, die die Selbsthilfe mit sich bringt: Denn wer will sein Kind dauerhaft im Ausland aufwachsen sehen, fern von Freunden und Unterstützern? Ist dies im Interesse des Kindes?

Das Kind ist bei einer Flucht in die Schweiz ebensowenig Besitz der Jugendämter/des KESB wie der Mutter – das darf man bei aller berechtigter Kritik niemals vergessen.

Endlich 18 – was nun?

Es ändert sich alles, wenn das Kind 18 wird – was genau erkläre ich in diesem Video

Das Problem gehört zur Trennung leider unweigerlich hinzu: Die Frage, welchen Unterhalt ich für mein Kind bezahlen muss. Düsseldorfer Tabelle hat jeder schon gehört, aber wie genau gehe ich mit dieser um? Wie lese ich die Düsseldorfer Tabelle, was muss ich beachten? Wie berechnet sich mein Nettoeinkommen? Was kann ich abziehen, was muss ich hinzuziehen? Was sind fiktive Einkünfte?
Eine Bitte: Dieser Kurs kann nur eine grobe Orientierung sein. Eine maßgeschneiderte Berechnung erhaltet ihr bei einem Anwalt Eures Vertrauens aufgrund konkret vorgetragener Umstände, Zahlen, Fakten. Ein Kurs ist damit erst einmal mit Vorsicht zu geniessen.
Wenn Ihr Fragen allgemeiner Art: Stellt diese in den Kommentaren, ich gehe dann gern darauf ein.

 

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