Polizei verhindert gewaltsam Herausgabe Kind – an berechtigten Vater

Gewaltsam Herausgabe Kind verhindert

Wir haben die Tatsache, was in Helba passiert ist, alle noch nicht verdaut. Und die Nachrichten, dass sogar die Polizei Bedenken hatte – was selten genug ist – sind ebenfalls noch so druckfrisch wie die Aussage der Justizministerin vor Ort, dass „alles vom Vater inszeniert sei“. Da erreicht uns eine weitere Nachricht, dass die Polizei aktiv und gewaltsam Herausgabe Kind an den berechtigten Vater verhindert hat.

Was war passiert?

Ein Vater hatte einen Umgangsvergleich geschlossen, der später aufgehoben wurde. Der Vater, so die Auflage, solle erst begleitet Umgang wahrnehmen. Dies erfolgte zuverlässig, so dass das Gericht die ursprüngliche Umgangsregelung wieder einsetzte. Mit diesem Schreiben war der Vater in den Kindergarten gegangen. Die Kindergartenleute fragten bei der Mutter nach, diese verweigerte die Herausgabe, der Kindergarten schlug sich auf Seite der Mutter und alamierte die Polizei. Hinzu kam, dass damals ein Hausverbot im Kindergarten ausgesprochen worden war, das bis zu einer neuen Umgangsentscheidung gelten sollte.

Und dann kam die Polizei

Was taten die Helden des Rechtssystems, die Ronja, Maximilian und Tobias herausnehmen konnten? Sie schlugen sich auf die Seite der Kindsmutter. Denn aus dem Vergleich heraus solle man nicht herauslesen können, dass der Vater ein Umgangsrecht hat. Und überhaupt bestünde ja noch ein Hausverbot. Und weil sich der Vater freiwillig nicht entfernt hatte aus dem Kindergarten, was natürlich nicht schön war, wurde er gewaltsam entfernt. Die Polizei verhindert gewaltsam Herausgabe des Kindes, wo man sich sonst sogar mit Fusstritten gegen Kinder für eine gewaltsame Kindesherausgabe engagiert. Und dann wurde eben eine Polizisten verletzt.

Ergebnis: Urteil, Geldstrafe.

Was aus dem Umgangsrecht wurde, ist leider nicht mitgeteilt. Und das zeigt wieder die Wichtigkeit in unserem Staat: Das Wohl der Polizisten wird ausführlich diskutiert und mit strafrechtlichen Mitteln verteidigt. Das Kind bleibt auf der Strecke. Ich hätte mir gewünscht, dass die Badische Zeitung nachfasst, ob man auch die Mutter strafrechtlich anging: Körperverletzung am Kind. Was wurde aus den sogenannten Erziehern aus dem Kindergarten?

Das System, wann Polizisten helfen und wann nicht, ist aus meiner, auch beruflichen  Sicht, sehr willkürlich. Und das ist alles andere als Rechtsstaatlich.

Postscriptum

Was mich übrigends stutzig macht: Wenn der Kindsvater das Recht zur Abholung innehatte und das Hausverbot bis zu dieser neuen Entscheidung befristet war, dann hätte es niemals zu einer Verurteilung kommen dürfen. Denn gegen rechtswidrige Polizeimaßnahmen darf man sich wehren. Leider hat die Presse hier wieder einmal nicht nachgefragt…

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