Das Jugendamt

Facebook und das Jugendamt

Video volltrunken auf Facebook

Habt Ihr diese Nachricht gelesen? Facebook kann schnell das Jugendamt ins Boot holen – und das will keiner, Facebook und das Jugendamt. Doch was war passiert:

Ein Facebook-Video machte die Beamten auf die 37-Jährige aufmerksam. In dem Clip schwankte die Frau heftig und drohte, auf ihre dreijährige Tochter zu fallen.

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Ein Zeuge hatte das Video in einer geschlossenen Facebook-Gruppe gesehen und daraufhin die Polizei informiert. Die reagierte sofort, ermittelte innerhalb kürzester Zeit die Anschrift der Mutter und stattete ihr einen Besuch ab.

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Als die Beamten am Donnerstag kurz nach zwölf Uhr mittags an ihrer Tür klingelten, war sie schon wieder betrunken. Ein Atemalkoholtest ergab mehr als 2,5 Promille. Überall in der Wohnung standen offene Schnapsflaschen herum und dazu, laut Polizei, ein Behälter mit einer schmutzigen Flüssigkeit und Kippenresten – alles in Reichweite ihrer dreijährigen Tochter.

Facebook und das Jugendamt

Facebook und das Jugendamt

Ich will hier jetzt gar nicht diesen einen konkreten Fall besprechen. Denn dass hier ein Einschreiten von Amts wegen notwendig war, wird wohl keiner von uns verleugnen wollen. Dass so schnell und umsichtig reagiert und – dankt des Einsehens der Mutter – dann alles friedlich verlief, ist schön und zu begrüssen. Hier besteht die echte Chance dass der Mutter und damit den Kindern geholfen werden konnte.

Facebook und das Jugendamt

Hier soll es allgemein um die Frage Facebook und das Jugendamt gehen. Der sorglose Umgang mit sozialen Medien kann hier zu Problemen führen, die sich vermeiden lassen. In der heutigen Zeit ist eben überall ein Facebook Handy oder eines, das Videos aufnimmt. Und damit wird auch dem Denunziantentum Tür und Tor geöffnet. Viele Eltern sind doch bereit, für den eigenen Vorteil andere hinzuhängen. Dazu kann man einfach Screenshots von fremden Profilen weiterleiten oder Gespräche. Dabei darf man nie vergessen, dass ja keine perfekten Elternmomente gefordert werden, nobody is perfect, sagt auch das Bundesverfassungsgericht.

Facebook bringt daher schneller das Jugendamt ins Boot als man will – und loswerden ist bei weitem weniger einfach. Was man also über seine Situation postet oder veröffentlicht ist öffentlich – und kann aus dem Kontext gezogen schnell zu einem Problem werden. Dass geschlossene Gruppen oder Privatnachrichten insoweit nicht geheim oder vertraulich sind, beweist der obige Fall eindrucksvoll. Aber es geht hier auch nicht nur um Facebook, auch YouTube, Instagram, Pinterest und Co. sind betroffen. Das Netz macht uns gläsern.

Kinderbilder posten

Dass Jugendämter hierbei gern auch das Posten aller Bilder der Kinder als problematisch sieht, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Aber alle Partys, aller Alkoholgenuss, alles was mit wechselnden Beziehungen einhergeht wird negativ verwendet. Natürlich muss man sich nicht alles verbieten, aber man muss sich bewusst sein dass all dies verwendet werden kann. Dasselbe gilt für persönliche Krisen usw.

Der wichtigste Aspekt, an den man aber kaum denkt: Wenn man regelmäßig online ist, dann wird alleine hieraus geschlossen werden dass man sich zuwenig um Kind und Haushalt kümmert. Zwar ist dieser Fakt am wenigsten dokumentierbar, mit anderen Fakten wie Handy während Jugendamtgespräch verwenden oder bei begleitetem Umgang führt das zu erheblichen Problemen für Euch.

Mein schon älteres Video zum Thema „Häufige Fehler im Kampf ums Kind“ findet Ihr hier:

Fazit zu Facebook und das Jugendamt

Das Facebook und das Jugendamt ist insoweit eine unendliche Geschichte. Sperrt Euch nicht ein, aber seid Euch der Probleme bewusst.

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