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10 Kommentare
  1. Alva
    Alva says:

    Naja, der Fall Kuwalewsky war doch sehr öffentlich.
    Die Mutter selbst hat sehr viele persönliche Dokumente veröffentlicht.
    Schon 2014 konnte man öffentlich lesen, dass die SPFHs „An­sätze von Vernachlässigung in Kleidung und Körperhygiene der Kinder“ festgestellt hätten.
    Es ist also gar nicht so abwegig, dass der Zeuge/Beschuldigte diese Infos aus dem Netz hatte – oder zumindest haben konnte.
    Ebenso verhält es sich mit den speziellen Problemen des ältesten Sohnes, die in einer öffentlichen Verhandlung -auch Presse war zugegen -thematisiert wurden. Übrigens wollte damals die Mutter nicht, dass die Öffentlichkeit bei der Befragung ihres minderjährigen Sohnes ausgeschlossen wird, obwohl der Staatsanwalt und das Gericht dies angeregt hatten.

    Frau Kuwalewsky hat ihre Kinder wieder zurückbekommen, was in den allermeisten Fällen nicht der Fall ist.
    Man kann skeptisch sein, ob die Aktion „Wahrheit“ der Mutter und ihren Kindern dabei helfen wird, ihre Traumata zu überwinden und ob durch die Aktion aktuelle/zukünftige Opfer geschützt werden können.
    Eine finanzielle Schadenswiedergutmachung gibt es hier zudem nur äußerst selten.

    Sie sprechen von Wahrheit – was ist aber Wahrheit?
    Meist ist es doch ohnehin nur eine subjektive Wahrheit, objektive Wahrheit gibt es doch in diesem Kontext gar nicht.
    Das ist doch wohl auch das Problem der Justiz generell.
    Sie beklagen, dass Ihren Zeugen bezüglich Misshandlungen und Missbräuchen nicht geglaubt wurde.
    In anderen Fällen jedoch werden Zeugen schon erst gar nicht angehört, da Aussagen von Kindern in diesem Kontext als nicht glaubwürdig eingeschätzt werden.
    Aber seien wir doch mal ehrlich: Glaubwürdigkeit an sich ist doch auch nur eine juristisch Zuschreibung.

    Übergriffe in welcher Form auch immer sind in Heimen wohl an der Tagesordnung, schon die Struktur und Organisation bringt das mit sich.
    Ein paar Beispiele:
    Wenn die Heimerzieher mal Kaffee trinken müssen, können sie halt nicht darauf achten, was Kind X mit Kind Y macht, auch wenn es sich dabei um sexuellen Missbrauch handelt, oder?
    Wenn dann die Mutter des Kindes Y Anzeige wegen Missbrauchs erstattet, wird Kind Y einfach mit der Begründung, dass es keine Grundlage mehr zur Zusammenarbeit mit den Eltern gibt, aus der Einrichtung entfernt- ebenso alle anderen, die den Vorfall gesehen und thematisiert haben.
    Was ändert sich im Heim? Nichts.
    Oder: Ein Kind berichtet im Zuge von Ermittlungen gegen einen Erzieher wegen Misshandlungen/Missbrauch davon, dass Kinder auch nachts das Heim verlassen, um bei einem Mann „Videos“ anzuschauen.
    Dem wird nicht nachgegangen, da ja das Kind durch seinen Vorwurf gegen den Erzieher schon per se unglaubwürdig ist.
    Das minderjährige Kind soll per von ihm zu unterschreibenden Vertrag – unter Mitwirkung des zuständigen Jugendamtes – gezwungen werden, seine Schilderungen und Vorwürfe gegen den Erzieher zu widerrufen und zuzustimmen, weiter von besagtem Erzieher betreut zu werden, andernfalls es die Einrichtung sofort verlassen müsse.
    Interessiert das das Jugendamt? Das Landesjugendamt? Die Politik? Die Polizei?Die Staatsanwaltschaften?Interessierte das die Presse? Nein.
    Nach einem aufklärenden Gespräch mit der Einrichtung wollte man von allem nichts mehr wissen.

    Warum also seine Hoffnung auf solche „Autoritäten“ setzen? Haben Sie noch nicht die Erfahrung gesammelt, dass die Justiz hierzulande schon lange nicht mehr das ist, wofür sie gutgläubige Bürger halten?
    Nach meiner Meinung ist da juristisch gar nichts mehr zu machen – es werden ja doch immer nur dieselben Personen involviert, die ihre einmal gewonnene Einschätzung wohl nicht revidieren möchten, wollen oder können.

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  2. Alva
    Alva says:

    Der Anwalt, der Frau Kuwalewsky dabei geholfen hat, ihre Kinder wieder zu bekommen,
    und vielen anderen Familien und Psychiatriepatienten beigestanden hat,
    Herr Thomas Saschenbrecker,
    ist tot.

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      • Alva
        Alva says:

        Dass es für Sie einen Grund gibt, den Verstorbenen nicht zu würdigen, mag ja sein.

        Aber vorzuwerfen, dass hier „Werbung“ für „angebliche Kondolenzbücher“ gemacht worden sein soll,
        ist in den Augen vieler Menschen pietätlos – zumal es Beileidsworte Ihnen bekannter und besonders verbundener Personen im genannten Kondolenzbuch gibt.

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          • Alva
            Alva says:

            Fachfremd?
            Menschlichkeit ist fachfremd?

            Erst haben Sie behauptet, es handele sich um „Werbung“ – was es sicher nicht war –
            nun behaupten Sie, der Kommentar sei „fachfremd“?

            Da Sie – wieder einmal – „den Fall“ K. aufarbeiten möchten, lag hier eine konkrete inhaltliche Verbindung zum Rechtsanwalt und damit auch zum Menschen Saschenbrecker, der tödlich verunglückte, vor.
            Wenn Sie das nicht zum Anlass nehmen wollten, von sich aus darauf zu reagieren,
            ist das Ihre Sache.
            Aber einen Link auf eine Kondolenzseite zu löschen mit der fälschlichen Behauptung, es handele sich um Werbung, ist schon eine spezielle Form der Meinungsunterdrückung.

  3. Alva
    Alva says:

    Wie hilft denn Ihre teilweise Kommentarlöschung „Kindern in Rheinland-Pfalz, denen es schlecht geht“?
    Es vermittelt sich der Eindruck, dass Sie partout die Nennung des Namens Saschenbrecker in diesem Kontext nicht wollten, so als müssten Sie befürchten, dass sich dadurch niemand mehr um Ihre „Pressekonferenz“ kümmern würde.
    Obwohl Ihr ehemaliger Kollege doch auch Kindern und Familien – auch in Rheinland- Pfalz – geholfen hat und
    angeblich „untrennbar verbunden“ ist mit dem Fall Kuwalewsky,
    nennen Sie den Hinweis auf dessen Tod hier „fachfremd“ und verlieren damit jede Höflichkeit.
    Haben Sie den K. Kindern jetzt damit geholfen?
    Mit Ihren pietätlosen Statements machen Sie für sich, Ihre Seite und Ihre Aktionen, gewiss keine Werbung.
    Aber lassen wir das. Sie scheinen überhaupt wenig zu verstehen.
    Und keine Sorge: Das war definitiv der letzte um Verständnis werbende Kommentar hierzu.

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