Die letzten Kritiker – Star Wars Last Jedi Rezension

Ich hatte ja bereits auf meinem privaten Facebook kundgetan, dass ich „Die letzten Jedi“, also Star Wars 8, als den stärksten Film der Reihe empfinde, während viele Kritiken auch diesen Film als zu sehr disneysiert empfinden. Das sind für mich die letzten Kritiker, die es nicht schaffen sich auf etwas neues einzulassen. Achtung: Der Artikel kann dezente Spoiler enthalten!

Bester Film der Reihe

Für mich ist es deshalb der beste Film der Reihe, weil ich am besten Unterhalten wurde und am Meisten überrascht war. Vor dem Film hatte ich mit meinem Sohn noch gewettet, was passieren würde. Für mich war vor dem Film klar dass Lea sterben würde, weil ja Carrie Fisher gestorben ist und kaum in Star Wars 9 auftreten wird können. Zudem wettete ich darauf dass Kylo Ren gut und Rey böse werden würden. Wir diskutierten viele Theorien. Und wir hatten in keiner (!) Recht.

Star Wars 8 beginnt wie Star Wars 5 (Empire strikes back) mit einer Flucht – und es endet mit einer Battle a la Hooth. Dazwischen aber sind ausser was innere Konflikte angeht anders als in „Das Erwachen der Macht“ keine Reminiszenzen an früher zu sehen. Luke hat sich gewandelt in einen desillusionierten Jedi – irgendwie sehe ich mich darin als Anwalt bzw. nicht mehr Anwalt, ebenso desillusioniert. Genauso hadernd mit sich selbst und der Tatsache, dass die eigenen Wirkungen wohl fehl gingen. Und dann kommt da so ein Jungspund wie Rey und hält im seinen Spiegel vor… für mich ganz großes Kino, für einen Disneyfilm erstaunlich gesellschaftskritisch und ein Hoch auf die Jugend sprechend.

Tolle Effekte

 

Die Effekte und Schlachten sind wie immer genial, auch wenn im 3D nur einmal richtiges Feeling aufkommt als ein Sternenzerstörer aus dem Bild fährt. Die Explosionen, die Kampfhandlungen – vieles davon ist nicht Star Wars vorhersehbar… sondern auch kriegskritisch. Hat je in einem Actionfilm ein General trotz eines gigantischen Sieges über Opfer gehadert? Flucht der Konfrontation vorgezogen?

Kritikpunkte

Viele kritisieren die Witzeinlagen, die aber nie in den Vordergrund kommen. Viele kritisieren flauschige Figuren, die aber nur am Rande wahrzunehmen sind. Viele kritisieren dass das nicht dem alten Geist von Star Wars entspräche. Und dem gebe ich Recht. Aber: genau deshalb ist der Film so überraschend, weil er nicht 4-6 nachzeichnet sondern einen eigenen, neuen Weg geht. Voller Spannung, Wendungen, Überraschungen. Episode 4-6 hatte ja nur in „ich bin dein Vater, Luke“ eine wirkliche Wendung, alles andere war vorhersehbar.

Viele Twists

Die Twists sind für mich das entscheidende. Die Story wird in andere Bahnen gelenkt, nicht so deutlich gut gegen Böse wie bisher. Und das finde ich gut. Nicht jede Szene muss gefallen, wenn wenn ich einen Film Wort für Wort hinterfragen würde dann wäre natürlich ein anderes Bild gegeben als wenn ich einfach den gesamten Film wirken lasse.

 

Für bleibts bei meiner Wertung: Toller überraschender Film. Den ich sicher nochmal ansehen werde.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.