Bundestag berät über Wechselmodell. Meine Empfehlung: Elternmodell!

Wechselmodell oder Elternmodell

Immerhin, das hatte ich nach der Wahl nicht gedacht: Dass die FDP zu ihrem Wort stehen wird und sich weiter um das Wechselmodell kümmert. Bereits am 15. März 2018 wird aber im Bundestag darüber verhandelt, ob man das Wechselmodell als Regelfall der Trennung einrichten möchte. Die LINKE wird einen Gegenantrag einbringen, der genau das zu verhindern sucht und nur das Kindswohl in den Vordergrund stellt. Seien wir gespannt, was an konkreten Vorschlägen kommen wird… Dass ich skeptisch bin, habe ich ja mehrere Millionen mal schon geschrieben…

 

Der Teaser auf den Seiten des Bundestages:

Wech­sel­modell für Tren­nungs­kinder als Rege­lfall

Mit der Frage, wie es für die Kinder im Falle der Trennung der Eltern weitergehen soll, beschäftigt sich den Bundestag am Donnerstag, 15. März 2018. Die FDP-Fraktion und die Fraktion Die Linke wollen dazu Anträge vorlegen. Der Antrag der FDP soll nach 45-minütiger Debatte zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz überwiesen werden. Strittig ist, ob der Antrag der Linken im Rechtsausschuss oder im Familienausschuss federführend beraten werden soll..

Anträge zur Festschreibung des Wechselmodells

Die Liberalen fordern in ihrem Antrag, das familienrechtliche Wechselmodell, bei dem die Kinder von beiden Elternteilen im Wechsel zeitlich annähernd gleich lang betreut werden, als Regelfall einzuführen. Der Antrag der Linksfraktion will genau das verhindern und spricht sich gegen eine Festschreibung des Wechselmodells als Regelfall aus. (hau/06.03.2018)

Was ich jetzt schon wieder verweichlichend spannend finde ist dass nur noch von „annähernd gleicher Betreuung“ die Rede ist. Entweder 50:50 oder nix. Alles andere wäre doch Bockmist im Hinblick auf die bisherige Rechtslage – und der alte Streit würde aufflammen, wer wann wo sich nicht um das Kind kümmert. Ich hatte bereits in der Vergangenheit davor gewarnt, dass das Wechselmodell dann zu einem mehr von Inobhutnahmen führen wird, sei es wegen unwilliger Mütter oder Vätern die dann doch arbeiten müssen aber auf Gleichberechtigung beharren usw.

Warten wir eine Entscheidung bzw. Formulierung ab.

Das Elternmodell statt einem Regelmodell

Ich rege insoweit nach wie vor an dass Eltern sich einigen müssen , ggf. verbindlich notariell vor der Geburt. Das wäre Innovation. Das würde endlich die Eltern mehr in die Pflicht nehmen. Dieses Elternmodell hätte natürlich auch Schwächen, zum Beispiel dass die Eltern nicht mehr anderen die Schuld geben können, wenn sie sich nicht einigen können. Sie wären selber Schuld. Wenn Eltern eine solche Vereinbarung nicht abschliessen wollen oder können, müsste man dies entweder mit Zwangsgeldern erzzwingen oder hätte dann, wegen des elterlichen Versagens, die Möglichkeit ein Modell vorzugeben – aber nach wie vor ohne Regelmodell.

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